Wer seinen Hund wirklich artgerecht ernähren möchte, steht früher oder später vor einem Haufen widersprüchlicher Informationen. Trockenfutter, Nassnahrung, Rohes, selbst Gekochtes: Die Auswahl ist riesig, und jeder Hersteller behauptet, sein Produkt sei das Beste. Christina Williger, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen, kennt die Verwirrung ihrer Kunden gut. Sie hört dieselben Fragen immer wieder, und genau die beantwortet sie hier.
Frage 1: Wie viel soll mein Hund eigentlich fressen?
Das ist die schlechthin häufigste Frage, sagt Williger. Die Angaben auf Futterverpackungen sind Richtwerte, die auf einem durchschnittlichen, normalgewichtigen Hund mit mittlerem Aktivitätsniveau basieren. Ein Border Collie, der täglich zwei Stunden Auslauf bekommt, hat einen völlig anderen Kalorienbedarf als ein kastrierter Mops, der dreimal täglich um den Block spaziert.
Als grobe Orientierung gilt: Ein ausgewachsener Hund mit normalem Aktivitätslevel braucht etwa 2 bis 3 Prozent seines Körpergewichts an Futter pro Tag, beim Barfen eher 2 bis 2,5 Prozent. Ein 30-Kilo-Hund liegt damit bei 600 bis 750 Gramm täglich. Welpen, säugende Hündinnen und sehr aktive Hunde liegen deutlich höher. Entscheidend ist aber nicht die Zahl auf der Waage, sondern der Blick auf den Hund: Sind die Rippen leicht zu ertasten, aber nicht sichtbar, stimmt das Gewicht in der Regel.
Frage 2: Ist Rohfleisch wirklich besser als Fertigfutter?
Barfen, also die Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen und Innereien, hat in den letzten zehn Jahren enorm zugenommen. Viele Halter schwören darauf, berichten von besserem Fell, weniger Kot und mehr Energie. Williger sieht Rohfütterung durchaus positiv, betont aber: „Barfen macht nur dann Sinn, wenn die Rationen wirklich ausgewogen zusammengestellt sind. Wer seinem Hund täglich Hühnerbrust mit etwas Karotte gibt und denkt, das reicht, macht einen Fehler.“
Ein klassisches Barf-Menü besteht zu etwa 70 bis 80 Prozent aus Muskelfleisch verschiedener Tierarten, 10 Prozent Innereien (davon mindestens 5 Prozent Leber), 10 Prozent Rohknochen und 10 bis 20 Prozent pflanzlichen Anteilen. Fehlt dauerhaft etwa Vitamin D oder Zink, entstehen Mangelerscheinungen, die oft erst Monate später sichtbar werden. Gutes Fertigfutter kann genauso hochwertig sein, wenn die Zutatenliste stimmt und keine übermäßigen Kohlenhydrate oder Füllstoffe enthalten sind.
Frage 3: Mein Hund verträgt Futter nicht mehr. Was tun?
Durchfall nach Futterwechsel, juckende Pfoten, kahle Stellen, Ohrenentzündungen, die immer wiederkommen: Das sind typische Signale, die Halter in die Beratung treiben. Williger erklärt, dass echte Futterunverträglichkeiten seltener sind als gedacht. Häufiger liegt das Problem an einem zu abrupten Futterwechsel, minderwertigen Zutaten oder schlicht zu viel Abwechslung auf einmal.
Ihr Rat: Futterwechsel immer über mindestens sieben Tage einschleichen, neues Futter zu Beginn auf 20 bis 30 Prozent begrenzen und täglich steigern. Bei echtem Verdacht auf eine Unverträglichkeit hilft eine Ausschlussdiät: Sechs bis acht Wochen lang nur eine einzige Proteinquelle, die der Hund noch nie gefressen hat, kombiniert mit einer einzigen Kohlenhydratquelle. Das ist aufwendig, aber aussagekräftig.
Frage 4: Welches Fertigfutter ist wirklich empfehlenswert?
Hier scheiden sich die Geister. Der Markt ist unübersichtlich, Begriffe wie „natürlich“, „Premium“ oder „getreidefrei“ sind rechtlich kaum geschützt und sagen wenig über die tatsächliche Qualität aus. Williger empfiehlt, zuerst die Zutatenliste zu lesen: Steht eine konkrete Fleischquelle ganz vorne, etwa „Rindfleisch 60 Prozent“, ist das ein gutes Zeichen. Steht dort nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, bleibt unklar, was tatsächlich drin ist.
Für ihre Beratungen greift Williger unter anderem auf Produkte von Anifit zurück, einem Hersteller, der ausschließlich Fleisch in Lebensmittelqualität verarbeitet und auf Getreide, Zucker und Konservierungsstoffe verzichtet. Wer Anifit ausprobieren möchte: Mit dem Gutscheincode HAH10 erhalten Neukunden 10 Prozent Rabatt auf die erste Bestellung, mit dem Code HAHVersand entfällt zusätzlich der Versand. Beide Codes lassen sich direkt im Anifit-Shop einlösen.
Wem die Produktauswahl trotzdem unklar ist, kann eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen. Christina Williger bietet über ihr-futtershop.de Beratung eine persönliche Ernährungsberatung an, die auf den jeweiligen Hund, sein Alter, Gewicht und mögliche Vorerkrankungen zugeschnitten ist.
Frage 5: Dürfen Hunde auch Gemüse und Obst fressen?
Ja, aber nicht alles und nicht unbegrenzt. Viele Halter wissen, dass Trauben, Rosinen und Zwiebeln für Hunde giftig sind. Weniger bekannt ist, dass auch Avocado und rohes Nachtschattengemüse wie grüne Tomaten Probleme bereiten können. Gut verträgliche und sinnvolle Ergänzungen sind dagegen Karotten, Zucchini, Brokkoli in kleinen Mengen, Heidelbeeren und Äpfel ohne Kerngehäuse.
Pflanzliche Anteile liefern beim Hund vor allem Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Damit der Hund die Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann, sollte das Gemüse püriert, gedämpft oder zumindest fein gerieben sein, da Hunde Zellulose schlechter aufschließen als Menschen. Ein Anteil von 10 bis 20 Prozent am Gesamtfutter ist sinnvoll, mehr ist selten nötig.
Was eine gute Ernährungsberatung ausmacht
Williger betont, dass pauschale Empfehlungen im Internet immer nur ein Ausgangspunkt sein können. Ein Hund mit Niereninsuffizienz braucht eine grundlegend andere Ration als ein gesunder Junghund. Ein älterer Hund mit Übergewicht braucht eine andere Strategie als eine Hündin, die gerade gestillt hat. Ernährungsberatung heißt für sie: konkreter Plan, klare Mengenangaben, kein generisches „friss mehr Gemüse“.
Wer das selbst einmal ausprobieren möchte, findet bei Anifit einen guten Einstieg in hochwertige Fertignahrung. Die Gutscheincodes HAH10 für 10 Prozent Neukunden-Rabatt und HAHVersand für kostenlosen Versand machen den ersten Schritt einfacher. Den Rest übernimmt am besten eine Fachkraft wie Williger: mit Blick auf den ganzen Hund, nicht nur auf die Futtermarke.












